Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
 
 

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Hier finden Sie alle Artikel der Kfz-Innung Karlsruhe aus vergangenen Tagen, absteigend sortiert nach dem Erscheinungsdatum.

31.12.2010
Gedanken zum Jahreswechsel

Der Jahreswechsel ist wie immer ein Anlass, einen Moment innezuhalten und nachzudenken, über das was war und das was kommt. Viele von Ihnen verbinden mit dem jetzt zu Ende gehenden Jahr gute Erinnerungen: eine Geburt, eine Hochzeit, Erfolg im Beruf, eine gelungene Versöhnung. Für andere gab es auch schwere und traurige Ereignisse. Wichtig ist, dass wir mit Zuversicht dem neuen Jahr entgegengehen. Sie alle kennen es ja: Die schlechten Zeiten von heute beschreibt man ein paar Jahre später als die guten Zeiten von früher!
Man sucht oft passende Worte und da fiel uns ein Gedicht auf, welches die um den Jahreswechsel kreisenden Gedanken recht passend beschreibt:

Das Leben ist ein steter Fluss,
in dem man Schwimmen lernen muss.
Man darf nicht nur ans Ufer schauen,
man muss sich auch ins Tiefe trauen.
Die einen schwimmen oben munter
und andere, die gehen unter.
Du kannst den Boden oft nicht sehen
und meistens kannst du nicht mal stehen.
So ist es auch mit andern Dingen,
soll dir im Leben was gelingen.
Du musst den Kopf stets oben halten,
das Auf und Ab dir selbst gestalten.

So lassen sich beispielsweise daraus auch viele Dinge auf unser Tagesgeschäft übertragen:
Wenn wir die aktuelle Situation im Kfz-Service betrachten, zeigt sich das Geschäft mit Wartung und Reparatur noch stabil. So lag die Auslastungsquote der Werkstätten bis einschließlich Juli 2010 bei durchschnittlich 83 % und damit auf gleichem Niveau wie im Vergleichszeitraum 2009. Insgesamt jedoch gerät der Bereich Service weiter unter Druck. Die Qualität der neuen Fahrzeuggenerationen sorgt dafür, dass die Autos unsere Hebebühnen nicht mehr so oft sehen. Die Anzahl der Servicestunden pro Fahrzeug nimmt kontinuierlich und spürbar ab. Hinzu kommt, dass die überlebenswichtigen Erträge aus dem Servicegeschäft aufs Spiel gesetzt werden, indem man Werkstattleistungen als Marketinginstrument missbraucht. Wer Werkstattleistungen verschenkt oder zu Ramschpreisen offeriert, legt Hand an die wichtigste Ertragssäule des Betriebs. Qualität und Sicherheit haben ihren Preis. Das weiß auch der Kunde - noch weiß es der Kunde. Doch sind wir gerade dabei, den Kunden umzuerziehen. Bei dieser Entwicklung - der geringeren Wartungs- und Reparaturzeit pro Fahrzeug - ist es wichtig, dass sich der Betrieb mit seinem Leistungsportfolio breit aufstellt. Betrachtet man das gesamte Servicepaket, von Öl und Ersatzteilen über Mechanik, Elektronik, Reifen, Glasreparatur bis hin zur Karosserieinstandsetzung, ist und bleibt der Service ein sehr interessantes Geschäft, in dem sich Renditen erwirtschaften lassen können.
Wir sind sicher, dass das Auto-Geschäft Alles in Allem ein interessantes Geschäft ist und bleibt. Es kommt nur darauf an, was wir daraus machen. Die Anforderungen an die individuelle Mobilität der Menschen verändern sich stetig, und damit sind auch wir mit unseren Betrieben gefordert. Wir müssen Visionen entwickeln für die Mobilität der Zukunft - und uns den Herausforderungen von morgen stellen.
Jetzt, am Ende des alten Jahres, danken wir für Ihr Vertrauen und für die angenehme Zusammenarbeit. Wir sind sicher, dass wir auch im kommenden Jahr gemeinschaftlich etwaige Hürden überwinden können und fügen 5 Wünsche an, die sicherlich jedem willkommen sind:

  1. Gesundheit in einer Weise, die Ärzte und Apotheker gerade noch überleben lässt.
  2. Jeden Tag viel Freude und wenig Ärger - denn ganz ohne Ärger geht es ja doch nicht.
  3. Wenn uns danach ist, zuhörende und ggf. zupackende Freunde, Nachbarn, Kollegen und Verwandte
  4. Die Fähigkeit, Chancen zu nutzen, die das Gute, das Wahre und Besondere fördern.
  5. Da das neue Jahr ganz sicher kommen wird - so wie es noch jedes Jahr kam - wünschen wir uns allen, dass wir gut rein, gut durch und bestens wieder raus kommen.

In diesem Sinn sind wir für uns alle guter Hoffnung auf ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2011.

  
 

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