Frühjahrsmüde?

Seit 25. März stehen die umgestellten Uhren auf Sommerzeit. Das wirbelt nicht nur den Biorhythmus für ein paar Tage durcheinander, sondern erhöht auch das Unfallrisiko im Straßenverkehr.

Die Zeitumstellung ist es aber nicht allein, die viele Menschen im Frühjahr anscheinend müde und unaufmerksam macht, wenn die Natur erwacht.

Dr. Peter Geisler, Leiter des Schlaflabors am Bezirksklinikum Regensburg, macht neben der Umstellung im Hormonstoffwechsel auch das Stimmungshoch dafür verantwortlich: „Wir kommen aus dem Wintertief raus, sind euphorisch und fahren riskanter. Schuld sind auch Pollenallergien, die uns mit Niesen, laufender Nase und Müdigkeit quälen.“

Wetterfühlige und ältere Menschen fühlen sich besonders schlapp. Kommen dann noch Radler und Motorradfahrer ins Spiel, wird es auf den Straßen eng.

So bleiben Sie fit

Gähn-Attacken am Lenkrad sollten deshalb ernst genommen werden, um keinen Sekundenschlaf zu riskieren. Regelmäßige Pausen mit kleinen Sporteinlagen und vitaminreiche, leichte Kost bringen den Kreislauf wieder in Schwung.

Mediziner empfehlen generell reichlich Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen am Morgen und sich für ein paar Tage der Zeitumstellung anpassen – eine Stunde früher aufstehen, eine Stunde früher ins Bett gehen.

Geisler: „Wärme und Helligkeit gaukeln eine höhere Leistungsbereitschaft vor. Davon sollte man sich nicht hinreißen lassen und auf  seinen Körper noch genauer hören.“ Im Klartext: Frühlingsgefühle hin oder her – jetzt ist noch mehr Vorsicht und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr angesagt.